Pétanque- und Boules-Club   Altstadtfreunde Bonn   e.V.

Ein Tag am Alten Zoll

Dreimal die Woche treffen sich die Altstadtfreunde Bonn und solche, die es werden wollen, zu den Spielterminen der Zollpunkterunde am Alten Zoll. Spielbeginn ist dienstags und donnerstags um 18:15 Uhr und samstags um 14:00 Uhr.

Wie läuft so ein Spieltag am Alten Zoll ab? Dies wird in der folgenden Story "Ein Tag am Alten Zoll" erzählt.

Unser Tag am Alten Zoll (» Anfahrt) beginnt am Samstag um 13:00 Uhr. Noch ist es ruhig hier, erst allmählich finden sich die Boule-Spieler ein.

Auch beim Biergarten sind die besten Plätze mit Blick auf den Rhein und das Siebengebirge noch zu haben.


Um 14:00 Uhr geht es dann richtig los. Mittlerweile sind am Alten Zoll viele Anhänger des Boule-Sports eingetroffen, Vereinsmitglieder genauso wie Freunde und Interessierte. Wie jeden Samstag finden drei Spielrunden statt.

Jeder der anwesenden Spieler legt eine Kugel in den Haufen, und dann werden die Spielpaarungen gelost.


Boule-Spiele werden entweder in der Formation "Tête-à-Tête", "Doublettes" oder "Triplettes" ausgetragen. Bei "Tête-à-Tête" spielen 2 Spieler mit je 3 Kugeln gegeneinander, bei der Formation "Doublettes" besteht ein Team aus 2 Spielern, von denen jeder mit 3 Kugeln spielt, während in der Formation "Triplettes" ein Team aus 3 Spielern à 2 Kugeln besteht.

Dienstags und Donnerstag wird die erste Spielrunde der Zollpunkte als "Tête-à-Tête" gespielt, bei den anderen Spielrunden bevorzugt in der Formation "Doublettes". Je nach Anzahl Spieler gibt es auch ein Spiel in der Formation "Triplettes".





Nach der Auslosung schaut jeder nach, mit wem und gegen wen er spielt, man begrüßt sich, bespricht die Taktik und wünscht allen anderen ein schönes Spiel. Dann sucht man sich auf dem Spielgelände einen freien Platz und wirft die Zielkugel, liebevoll Schweinchen (Cochonnet) oder auch Sau genannt.


Das Spielgelände am Alten Zoll ist sehr abwechslungsreich, mal glattere Sandflächen, mal mit vielen Steinen durchsetzt, immer leicht abschüssig Richtung Rhein. Gewiefte Spieler suchen sich daher das Gelände aus, welches am ehesten ihren Spielfähigkeiten entspricht.


Die beginnende Mannschaft zieht auf dem Spielgelände einen Kreis und wirft die Sau auf eine Distanz zwischen 6 und 10 Metern. Danach versucht sie mit ihrer ersten Kugel, möglichst nahe an die Sau zu legen. Danach ist die andere Mannschaft an der Reihe und versucht, die gespielte Kugel zu verbessern. In der Folge ist immer die Mannschaft an der Reihe, die nicht die am nächsten zur Sau liegende Kugel hat.

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene taktische Varianten, die beste gegnerische Kugel zu übertrumpfen. Man kann durch Legen versuchen, näher an die Sau zu gelangen, oder man versucht durch Schiessen, die beste Kugel von ihrem Platz zu entfernen, damit die eigene, bislang an zweitbester Position befindliche Kugel danach die beste ist.


Ganz besonderen taktischen Reiz erfährt das Boule-Spiel dadurch, dass im Gegensatz zu allen anderen zielorientierten Sportarten das Ziel beweglich ist. Wird die Sau bewegt, dann können Kugeln, die bislang eher schlechter lagen, plötzlich sehr gut werden und umgekehrt. Technisch versierte Spieler sind in der Lage, ganz bewusst die Lage der Sau zu Ihrem Vorteil zu verändern.




Die Spielaktionen werden seitens der Zuschauer fachkundig begutachtet. War es jetzt richtig, mit Legen zu versuchen, die Kugel zu verbessern? Oder hätte man besser geschossen?


Nach jeder Aufnahme werden die Punkte gezählt. Da ein Spiel dann zuende ist, wenn eine Mannschaft 13 Punkte erreicht hat, ist jeder Punkt wichtig. Manchmal reicht das Augenmaß nicht aus, zu entscheiden, welche Kugel näher zur Sau liegt. Dann muss mit dem Zentimetermaß oder sogar dem Tirette gemessen werden.

Die Mannschaft, deren Kugel am nächsten zur Sau liegt, erhält so viele Punkte, wie sie insgesamt Kugeln näher an der Sau liegen hat als die am nächsten liegende Kugel der gegnerischen Mannschaft. Damit können in jeder Aufnahme zwischen 1 und 6 Punkten dazu gewonnen werden.


Hat dann eine Mannschaft gewonnen, dann heisst es: Hände schütteln. Der Verlierer gratuliert der gewinnenden Mannschaft und beglückwünscht sie zu ihrem guten Spiel.

Aber es gibt ja noch zwei weitere Spielrunden, in denen man als Sieger vom Platz gehen kann.

Sind alle Partien zuende, dann wird die nächste Runde ausgelost. Wer schon vorher fertig ist, der setzt sich zu den anderen auf die Mauer, fachsimpelt oder erzählt einen Schwank aus seinem Leben. Boule ist ein sehr kommunikativer Sport.


Nachdem alle drei Runden gespielt sind, kann man in sogenannten Zocker-Partien weiterspielen oder man geniesst am Alten Zoll den Sundowner mit herrlichem Blick auf das Siebengebirge und den Post-Tower.