Mission Eifel 2026
04.06.2026, Sternzeit 53111:
Mit dem in 2025 gewonnenen Wissen, dass eine Reise in die Eifel mit anschließender sicherer Rückkehr nach Hause technisch möglich ist, startet nach mehrmonatiger Vorbereitung die ASF-Mission "Eifel 2026".
Die Missionsleiterin mit dem Decknamen "wpP" hatte folgende Kandidat*innen für die Mission ausgewählt, da diese bei mehreren Stammtischen die notwendige Standfestigkeit auch unter der Einwirkung alkoholischer Gärung bewiesen hatten:
Zum Team gehören auch noch zwei Weltraum-Hündinnen, die beide Leika heißen, aber zur besseren Unterscheidung Luzie und Luce genannt werden.
Die Crew versucht unter Einsatz von High-Tech-Navigationsystemen, DIE EINE Boule-Oase in dem für Boulisten eigentlich unzugänglichen Regenwald-Biotop Eifel zu finden.
Für den Fall, dass Funklöcher, Satelliten-Ausfälle oder Hacker-Angriffe die Navigation unmöglich machen, haben sich die Bonner Eifelnauten auf möglichst viele fahrbare Untersätze verteilt, damit wenigstens einige lebend ankommen.
Erste am Ziel sind dieses Mal Dirk, Sultana und Uwe. Sie erhalten dafür den Opa-Gunti-Frühkommer-Preis und dürfen die ersten vorsichtigen Schritte auf dem heiligen Boden machen.
Ein kleiner Schritt für die Menschheit!
In der Freude über die erfolgreiche Ankunft vergessen sie jedoch leider, die Flagge der Altstadtfreunde zu hissen, was zur Folge hat, dass diese Erstbesteigung nicht im Guinness Buch der Rekorde dokumentiert wird. Schade!
Unglaublich, aber wahr: Dank der dezenten Strecken-Hinweise der Native-Eifelaner erreichen tatsächlich alle das Ziel.
Natürlich wird der Platz sofort getestet. Die guten Testergebnisse aus dem letzten Jahr werden bestätigt. Der Platz ist in einem Zustand, den noch nie ein Mensch (aus der Stadtverwaltung Bonn) zuvor gesehen hat.
Diejenigen, die den Blick kurz von den Kugeln abwenden können, werden mit einer tollen Panorama-Aussicht und schönen Wolkenformationen belohnt.
Die Atmosphäre ist hier (anders als auf der Erde) so lebhaft, dass sich alle paar Minuten ein neues Spektakel am Himmel abspielt.
Am Abend geht es dann wie letztes Jahr gepflegt in die Missions-Station Gasthaus Geimer.
Da der Modus des ab morgen anstehenden Turniers von der wpP und dem Chronisten völlig ohne Grund streng geheim gehalten wurde, wird hier wird viel spekuliert. Diffizile Regelfragen werden kontrovers diskutiert und unter ethischen und philosophischen Gesichtspunkten erörtert. Letztlich kommt man überein, dass man sich nicht einig ist. Daraufhin gehen alle ins Bett.
05.06.2026, Sternzeit 53225:
Unter der Leitung des Outback-erfahrenen Commanders Uwe wird ein kleines Expeditions-Team aus besonders wagemutigen Mitgliedern dazu auserkoren, vor Beginn des Turniers die Umgebung des Bouleplatzes zu erkunden und das Gefahrenpotential der vorhandenen Flora und Fauna zu eruieren.
Die wpP scannt die gesamte Umgebung mit ihrem Tricorder, bekommt aber keine eindeutigen Messergebnisse.
Letztlich muss sich das Expeditions-Team eingestehen, dass es vor lauter Wald die Bäume nicht sieht.
Man kehrt ohne Ergebnis ins Camp zurück. Unverantwortlich!
Dann geht es endlich mit dem Turnier los. Der Chronist verkündet, dass für die jetzt erstmalig auszuspielende Rangliste "Eifelpunkte" jede(r) an den kommenden beiden Tagen insgesamt 8 Spiele Super-Melée machen soll, wenn Wetter und Lust mitspielen. Ansonsten wird der Modus spontan angepasst. Für die Auslosung kommen liebevoll beschriftete Azul-Steine zum Einsatz, da sie den rauhen Witterungsbedingungen an diesem exotischen Ort ausreichend Widerstand entgegensetzen können.
Dann geht es endlich los. Die ersten vier Runden werden gespielt.
Einige Teilnehmer feiern gute Kugeln wie eine Mondlandung.
Die Expertenbank ist sich dagegen nicht schlüssig, was sie von dem dargebotenen Vortrag halten soll.
Ausgepowert und ausgehungert wird der Grill angeschmissen und das am Morgen beim Metzger erlegte Wildbret zubereitet.
Der Genuss von alkoholischen Getränken führt in der stark sauerstoffhaltigen Atmosphäre bei den männlichen Eifelnauten zu Wahrnehmungsverzerrungen. Sie haben das Gefühl, viel größer als sonst zu sein.
Die Eifelnautinnen bleiben dagegen ganz relaxt.
06.06.2026, Sternzeit 53721:
Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es mit den Runden 5 bis 8 weiter.
Zwischendurch verwöhnt uns unsere Traum-Gastgeberin Anna-Maria mit zweierlei selbstgebackenem Kuchen. Allein der wäre schon die Reise wert gewesen!
Sultana spielt sehr gut, hat aber trotzdem ab und zu Tourette-Anfälle, was allgemein zur Erheiterung beiträgt.
Auch auf der Expertenbank hat man viel Spaß.
Um kurz vor sechs, also noch bevor die Wahllokale schließen, verkündet die Turnierleitung bereits das amtliche Endergebnis.
Gold geht an Thomas (6 Siege, +32 Punkte), Silber an Brigitte (6 Siege, +30 Punkte) und Bronze an die wpP (6 Siege, +21 Punkte).
Aber auch die anderen gehen nicht leer aus. Jeder bekommt Süßigkeiten oder Wein. Sonderpreise (ebenfalls in Form von Süßigkeiten) gehen an Sven für die weiteste Anreise, Petra für die beste Entwicklung im Schießen und Sultana für die beste Entwicklung im Legen. Herzlichen Glückwunsch an alle!
Dann wird erneut der Grill angeschmissen. Ausgerechnet jetzt kommt ein "Schäuerchen" und wir müssen die kostbare Glut schützen.
Nach dem Schauer und dem Essen fühlen sich die meisten so erholt und gestärkt, dass sie schon wieder die Kugeln rausholen. Eine kleine Gruppe hat jedoch für heute genug geboult und spielt stattdessen eine Runde "Hitster", ein sehr unterhaltsames Partyspiel, bei dem man bekannte Lieder auf einem Zeitstrahl richtig einordnen muss.
Das lockt nach und nach Neugierige an und die Teams werden immer größer.
Nur die wpP versucht mittels Körpersprache auszudrücken, dass sie keine Lust auf spielen hat.
Der Abend wird immer feucht-fröhlicher.
Bis tief in die Nacht wird gefeiert.
Am nächsten Morgen geht es einigen nicht ganz so gut, aber es werden schon die ersten Pläne für nächstes Jahr gemacht. Anna-Maria, Du musst unbedingt weitermachen!